
Chronik
Die Geschichte des Kleingartenvereins Fasanengarten e.V.

Unsere Chronik
1919
Hungersnot
Zur Linderung der großen Hungersnot nach dem 1. Weltkrieg rodet das Badische Domänenamt einen Teil des großherzoglichen Waldbestands im Fasanengarten. 600 Parzellen à 200–300 m² werden vermessen und vergeben. Eine provisorische Vorstandschaft unter Gartenfreund Schmitt wird begründet; Der Name „Kleingartenverein Fasanengarten Karlsruhe“ entsteht.

1919
1923/1924
Kündigung Teil 1
Der Verein erhält die erste Teilkündigung für den Bau des heutigen Studentenhauses. Das Gelände westlich des Parkrings (heutiger Adenauerring) geht verloren.
1926
Weitere Gelängeverluste
Die Baugenossenschaft Hardtwaldsiedlung plant entlang der Karl-Wilhelm-Straße weitere Wohnungen. Das Gelände westlich der Parkstraße bis Hölderlin und Emil-Gött-Straße wird daraufhin gekündigt. So musste der Verein wieder einen übergroßen Teil des Vereinsgeländes abgeben. Hierauf bemühte sich die Vereinsleitung um ein Ersatzgelände.
1926
1928
Ersatzgelände Stockäcker“
Nach langwierigen und schwierigen Verhandlungen wird dem Verein Badischen Domänenamt das Ersatzgelände „Stockäcker“ zugewiesen. Dieses entspricht im Wesentlichen dem heutigen Gelände.

1945 – 1948
Musteranlage
Unter Vorsitz von Gartenfreund Rohrer entsteht – trotz Kriegsfolgen – eine mustergültige Anlage. Der Verein zählt zu dieser Zeit 442 Mitglieder.
1945 – 1948
1950
Jubiläum
Mit einem Jahr Verspätung wird das 30 jährige Jubiläum mit über 400 Teilnehmern in der Gaststätte „Burghof“ gefeiert.
1951
Geländeverlust
Die Hardtwaldsiedlung wird westlich der Emil-Gött-Straße erweitert, wodurch ein weiterer Teil des Altgeländes verloren geht.
1951
1953
Geländeverlust
Das Gelände westlich der Hölderlinstraße wird für weiteren Wohnungsbau gekündigt.
1954
Restlicher Geländeverlust
Der Parkring wird verbreitert und das Botanische Institut wird von der Kaiserstraße auf das damalige Restgelände verlegt. Damit sind alle Gärten im Altgelände verlustig gegangen. Vereinsmitglieder, die noch nicht entmutigt waren, erhielten im heutigen Gelände neue Gärten.

1954
1955
Neuer Zaun
Der Begrenzungszaun der Anlange entlang der Hagsfelder Allee ist in die Jahre gekommen und wird mitsamt neuen Betonpfosten und Maschendraht erneuert. Dankenswerterweise gewährt die Bezirksgruppe einen zinsfreien Kredit über 1 500 DM für 20 Jahre.
1957 – 1958
Neuer Verbindungsweg
Die Firma Singer – auf dem Gelände des heutigen Fraunhofer IOSB - plant eine Betriebserweiterung für u.a. eine Gießerei. 60 Gärten am südlichen Teil der Anlage gehen dafür verloren. Dem Wunsch des Altersheims, einen direkten Durchgang zum Friedhof zu schaffen, wird widersprochen. Der Verein erklärt sich daraufhin bereit, zusätzlich einen 1,5 m breiten Streifen für einen Verbindungsweg abzugeben. Die Mitgliederzahl fällt daraufhin auf 170.

1957 – 1958
1959
Jubiläum
Das 40 jährige Bestehen des Vereins wird gefeiert.
1969
Jubiläum
Das 50 jährige Jubiläum steht im Herbst an und wird gebührend gefeiert.
1969
1972
Erweiterungspläne
Die Erweiterungspläne der Firma Singer gehen nicht auf. Die Gießerei wird nicht genehmigt und einem Industriegleis, welches durch das Höpfner-Areal führen soll, wird widersprochen. Das nicht genutzte Singer Gelände wechselt an Stadt und wird später zum Fraunhofer Institut.
1976
Elektrifizierung
Albert Rohrer wird nach 28 Jahren Vorstandstätigkeit zum Ehrenmitglied ernannt, sein Nachfolger wird Gartenfreund Schmidt. Zu dieser Zeit wurden die meisten Gartengeräte wie Pumpen, etc. mit Benzinmotoren betrieben. Um wieder mehr Ruhe und bessere Luft in die Anlage zu bringen, wird in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung die Elektrifizierung des Vereins beschlossen. Gartenfreund Hahn übernimmt die Projektleitung zur Erstellung des vereinsinternen Verteilernetzes.
1976
1978
Neue Schließanlage
Gartenfreund Schmidt tritt zurück, Friedrich Spitz übernimmt als erster Vorsitzender. Eine neue Schließanlage an Haupttoren wird installiert.
1980
Verlegung Vereinsheim
Heinrich Hahn wird 1. Vorsitzender.
Das Vereinshaus, welches sich zuvor in Weg 1 befand, wird in den Weg 4 an seine heutige Stelle verlegt. Es werden Toiletten gebaut und die Zwischenwege werden errichtet.
1980
1989
Fernwärme
Gartenfreund Hahn und der gesamte Vorstand stellen sich nicht mehr zur Wahl.
Der komplette Weg 1 wird aufgegraben, um Fernwärme-Rohre zu verlegen.
1990
Jubiläum
Das 70‑jährige Vereinsbestehen wird gefeiert.
1990
1999
Vorstandswechsel
Helmut Pampel tritt gesundheitsbedingt als erster Vorsitzender ab. Wolfgang Rapp übernimmt nun das Amt.
2000
Jubiläum
Das 80 jährige Jubiläum bietet Anlass zum Feiern.
2000
2001
WC-Anlage
Die heutige WC Anlage auf dem Vereinsgarten wird inklusive Zu /Abwasserleitungen fertiggestellt.
2002
Stromversorgung
Die Stromversorgung besteht nun seit 25 Jahren.
2002
2005
Vorstandswechsel
Martina Heß wird 1. Vorsitzende; Der Weg 5 erhält Asphaltdeckschicht.
2006 / 2007
Bestandsaufnahme
Durch Stadt und den Bezirksverband wird im Herbst 2006 eine Bestandsaufnahme aller Gartenhäuser durchgeführt. Da einige Maßangaben nicht korrekt waren, wurde im April 2007 die Bestandsaufnahme unserer Gartenhütten noch einmal durchgeführt. Um unser Gelände zum ,,Dauergelände“ zu erklären, hat der Bezirksverband bei der Stadt Karlsruhe einen entsprechenden Antrag gestellt. Dieser fand im Gemeinderat leider keine Mehrheit. Der Vorsitzende vom Bezirksverband Herr Lüthin erklärt, dass er diesbezüglich weiterhin am Ball bleiben wird.
2006 / 2007
2008
Stromausfall
Als Folge eines Stromausfalls im Stadtgebiet platzt die Fernwärmeleitung unter Weg 1. Die Gärten dort stehen unter Wasser. Die Reparatur der Leitungen beginnt Anfang April und dauert bis in den Herbst 2008 an. Der Weg 1 muss daraufhin neu angelegt werden.
2008 / 2009
Wege erneuert
Heinrich Hahn kehrt als Vorsitzender zurück. Die Wege 3 und 4 werden erneuert. Die Stromzähler müssen nach Ablauf der Eichfrist in allen Gärten erneuert werden.
2008 / 2009
2010
Jubiläum
Das 90 jährige Jubiläum – der Eintrag Vereinsregister erfolgte 1920 – wird gebührend gefeiert.
Im Vereinsgarten wird das heutige Vereinshaus errichtet. Die Toilettenanlage am Rande des Vereinsgartens, welche von allen Mitgliedern genutzt werden kann, wird erbaut und bei einem Frühschoppen eingeweiht.
Der Verein nimmt am 26. OB Wettbewerb teil, es kann ein 2. Platz errungen werden.
Die Planung für die Errichtung eines Kinderspielplatzes auf dem Gelände des ehemaligen Garten 67 wird unter Einbindung des Gartenbauamts begonnen.
2012
Kinderspielplatzes
Bei der Jahreshauptversammlung 2012 wird der Antrag zur Errichtung des geplanten Kinderspielplatzes auf dem Vereinsgelände gestellt und bewilligt. Vor den Vereinsgarten wird eine Trinkwasser¬zapfstelle für die Vereinsmitglieder installiert.
2012
2013–2015
Baubeginn Spielplatz
Im März 2013 wurde mit den Abriss- und Räumarbeiten im „Garten 67“ für den geplanten Spielplatz begonnen. Ende Juli begann das Gartenbauamt mit der eigentlichen Errichtung des Spielplatzes samt Spielgeräten. Zu Ostern 2015 wird der Spielplatz freigegeben. Der benachbarte Garten 68 wird in zwei Hälften geteilt. So entsteht der neue Garten 67 und 68. Dadurch bleiben dem Verein weiterhin 172 Gärten erhalten.
2016
Nachruf
Tod des 2. Vorsitzenden Bernhard Kumpf (genannt „Wühlmaus“).
2016
2017 / 2018
Website
Die Website des Vereins wird neugestaltet und geht ab dem 1. März online;
Ein neues Festzelt für das 100 Jährige Jubiläum, welches im Vereinsgarten ausgetragen werden soll, wird angeschafft. Es konnte erneut ein 2. Platz beim OB Wettbewerb erreicht werden.
2019
Kabelbeschädigung
In den Wegen 4/5 fällt mehrmals hintereinander der Strom aus. Laut Aussage des Netzservice liegt eine Kabelbeschädigung im Bereich des Weg 1 vor. Hier liegt das Kabel im Bereich der Fernwärmeleitungen, wo es bei der Reparatur dieser schon einmal beschädigt wurde. Einige provisorische Reparaturen werden durchgeführt, jedoch wird die eigentliche Ursache nicht behoben.
Der brüchige Teerbelag vom Fraunhofer Zwischenweg wird entfernt und durch einen Splitbelag ersetzt.
2019
2019
COVID-19
Die COVID 19 Pandemie hat die Welt in einen Ausnahmezustand versetzt. Das wirkt sich auch auf unser Vereinsleben aus. Treffen im Garten sind nur noch mit der Familie erlaubt, keine Feiern, keine Besucher. Der Spielplatz wird geschlossen. Öffentliche Versammlungen sind bis auf weiteres untersagt. Unsere Jahreshauptversammlung im April muss abgesagt werden. Das geplante 100-jährige Jubiläum wird bis auf weiteres verschoben.
